Rumpelstilzchen

Figurentheater für Kinder von 5-10 Jahren nach dem Grimmschen Märchen
Spiel: Rudolf Schmid, Regie: Edelgard Hansen, Figuren: Rudolf Schmid & Anka Sander

Wer kennt das nicht: Flöte vorspielen müssen vor Onkeln und Tanten, Gedichte aufsagen oder Geige spielen bei Schulfeiern. Manch einer wird vorgeführt zum Stolz der Eltern; an manchen Kindern werden Sehnsüchte und Geltungsbedürfnis der Eltern befriedigt. In unserem Märchen wünscht sich der Müller, dass aus seiner Tochter mal was Besseres werden soll. Er erklärt sie zum Wunderkind. Das seine Tochter lieber Pferdebücher liest, interessiert ihn nicht. Soweit alles unverändert seit den Zeiten der Gebrüder Grimm. Und damit wir besser sehen und erkennen, treibt das Märchen den Konflikt auf die Spitze: Der Müller behauptet vor dem König, seine Tochter könne Stroh zu Gold spinnen.

Der König nimmt ihn beim Wort, droht mit dem Tod, falls der Müller gelogen hat. Und schon sind wir mitten drin im Märchen vom „Rumpelstilzchen“. In der größten Not bekommt das Mädchen zwar Hilfe, doch der Preis dafür ist hoch: Das eigene Kind – ihre Lebendigkeit – soll sie hergeben! Daraus erwächst ihr schließlich die Kraft, das Problem zu erkennen und es beim Namen zu nennen. Das Märchen erzählt etwas über die Wichtigkeit, Dinge benennen zu können, und sich damit aus Abhängigkeiten zu lösen. Rudolf Schmid erzählt, singt und spielt mit Figuren auf offener Bühne. Er bezieht die Kinder direkt ins Stückgeschehen mit ein, und die alte Geschichte entsteht neu und lebendig vor ihren Augen. Ein Stück aus unserer Zeit!

TECHNISCHE BEDINGUNGEN

– Bühnenfläche von mind. 3,5 x 4 m
– bis 60 cm erhöhte Bühne oder ansteigende Zuschauerreihen (improvisiert herstellbar durch Sitzreihen auf dem Fußboden, 2 Reihen Stühle und Tische)
– Mindestraumhöhe von 2,7 m
– verdunkelbarer Raum
– 2 Stromanschlüsse à 220 V / 16 A
– Aufbauzeit 1,5 Std./Abbauzeit 1 Std.
– Zuschauerbegrenzung bis zu 130 empfehlenswert