Schiffchens große Fahrt

Figurentheater für Kinder von 4 bis 8 Jahren
Spiel : Johanna Debes, Marie-Elsa Drelon, Rudolf Schmid
Regie: Rudolf Schmid, Ulrike Winkelmann – Assistenz: Gloria Gehrke
Musik, Komposition: Marie-Elsa Drelon, Kostüme: Denise Puri
Figuren, Objekte: Rudolf Schmid, Denise Puri, Anka Sander, Ute Vauk-Ogawa
Gefördert die Senatsverwaltung für Kultur und Europa in Berlin

Geschichte

Es war einmal ein kleines Mädchen. Das spielte oft an einem Bach. Der Großvater hatte ihr gesagt, dass der Bach nach einer langen Reise ins Meer fließen würde. Das hätte das Mädchen so gerne gesehen. Aber ihre Eltern hatten kein Geld, um ans Meer zu fahren. Da faltete das Mädchen ein Schiffchen und setzte es ins Wasser. Sie gab ihm einen Schubs und es glitt langsam davon. Dann verschwand es hinter einer Biegung im Bach. Sie winkte dem Schiffchen nach. Es würde eine lange Reise machen bis ins Meer.

Wir erleben die Reise des kleinen Schiffchen. Es tanzt auf den Wellen des Bachs. Eine Forelle begleitet es. Schließlich kommt es in den Mühlbach, in dem die Nixen leben. Sie warten auf das kleine Schiffchen; wollen es auf den Grund locken, dort sei es so wundersam. So betörend singen sie, dass das Schiffchen fast hinab gesunken wäre, als es plötzlich es von einem Sog ergriffen und ins Mühlrad gezogen wurde. Da wird es ratatipumm, ratatipamm herumgeschleudert, dass ihm hören und sehen vergeht. Wieder ausgespuckt, treibt es gemächlich auf einem kleinen Flüsschen. Doch bald wird die Strömung immer stärker. Es geht so rasant dahin, dass dem Schiffchen Angst und Bange wird. Mit großem Getöse saust es einen Wasserfall hinunter, es wird untergetaucht, herumgewirbelt und landet auf einer Sandbank. Schließlich packt es ein Windstoß und setzt es wieder aufs Wasser.

Jetzt wird der Fluss immer breiter, riesige Schiffe begegnen dem Schiffchen, es treibt an einer großen Stadt vorbei und dümpelt in ihren Abwässern. Nach einer langen Reise wird es schließlich ins Meer gespült. Es reitet auf dem Rücken eines Wals, der mit ihm hinabtaucht in die Tiefsee. Dort sieht es die seltsamsten Geschöpfe. Am Grund des Meeres angekommen, wird es vom Golfstrom erfasst und nach einer langen dunklen Fahrt taucht es am Strand einer Insel wieder auf. Dort entdeckt es schließlich ein schwarzer Junge und nimmt es als geheimnisvolle Botschaft aus einem fernen Land mit nach Hause.

Spiel

Die Geschichte wird als musikalische Fantasie einer Pianistin erzählt. Während sie spielt und erzählt entsteigen dem Flügel die Bilder der Geschichte. Zwei Figuren- und Objekt-spieler/innen bewegen Figuren im Raum, schwebende Drahtfiguren, an Angeln geführte Fische etc. und erzeugen mit Projektionen und Schatten-spielen Bilder auf einem Rundhorizont.

Technische Bedingungen

– Bühnenfläche von mind. 6 x 4,5 m
– Raumhöhe 2,90 m
2 Stromanschlüsse à 220 V (16 A)
– verdunkelbarer Raum
– Begrenzung auf 180 Zuschauer
– Licht- und Tontechnik bringen wir mit