Isabelles Engel

Ein Weihnachtsstück von Rudolf Schmid für Kinder von 5-10 Jahren
frei nach H.C. Andersen
Spiel: Rudolf Schmid, Regie: Ulrike Winkelmann

Assistenz / Technik: Peggy Anders, Kostüm: Denise Puri
Musik: Marie-Elsa Drelon, Geige: Hanne Berger-Schäfer

Figuren: Rudolf Schmid, Anka Sander
gefördert durch den regierenden Bürgermeister von Berlin

Die Geschichte

Isabelle hat einen Engel. Er ist immer für sie da, wenn sie mal allein ist oder schwierige Fragen hat. Ihre Mutter ist alleinerziehend und hat viel zu tun. Es ist Weihnachtstag. Isabelles Mutter hat wieder mal bis zuletzt gearbeitet und will noch schnell – last Minute – ein Geschenk besorgen. Wenn Isabelle auf ihre Mutter wartet, liest sie am liebsten. Geschichten sind ihre Leidenschaft – sie will einmal Geschichtenerzählerin werden. Heute liest sie das Märchen von dem Mädchen mit den Schwefelhölzern. Sie identifiziert sich mit dem Alleinsein und findet die Geschichte „schön traurig“. Sie sinniert darüber, wie anders das Leben für Kinder zu der Zeit war. Bis ihre Mutter nach Hause kommt versinkt sie ganz in der Geschichte und wird zu Marie aus dem Märchen.

Maries Familie ist arm. Zu der Zeit mussten viele Kinder schon arbeiten. Wenn die Eltern keine Arbeit hatten, waren die Kinder oft die einzigen, die Geld nach Hause brachten. Sie haben dann gebettelt oder irgendwelche Kleinigkeiten verkauft.

Ihre Mutter schickt Marie am Weihnachtstag auf den Marktplatz um Streichhölzer zu verkaufen. Sie soll etwas Geld für den Weihnachtskuchen nach hause bringen. Doch Marie ist schüchtern und traut sich nicht die Leute anzusprechen. Der Engel begleitet sie durch die Geschichte, er gibt ihr Ratschläge und unternimmt alles möglich um ihr dabei zu helfen.

Als sie am Abend nichts verkauft hat, schauen sie in die hell erleuchteten Fenster und beobachten die Leute, wie sie Weihnachten feiern. Um Marie zu trösten zaubert der Engel ihr ein ideales Weihnachtsfest. Sie würde so gern Geige spielen, erzählt sie ihm. Seit sie einen Straßenmusikanten mit einer Geige gehört hat, ist das ihr sehnlichster Wunsch, unerfüllbar für  ein armes Mädchen. Doch der Engel ermutigt sie ihren Wusch nicht zu vergessen. „Denn heut ist ja Weihnachten, da kann ich Wünsche erfüllen“.
Und wie Marie davon träumt Geigerin zu werden, wünscht sich Isabelle einmal Geschichtenerzählerin zu werden. Die Geschichte soll Kindern Mut machen ihren Träumen zu folgen.